Partnerschaft bedeutet auch Verpflichtung

Was Ihre Franchise-Nehmer erwarten dürfen

Um den Erfolg der Partner und damit des Systems langfristig zu sichern, ist der Franchise-Geber unter anderem für die Erfüllung folgender Pflichten verantwortlich:

  • Standardisierung und lfd. Perfektionierung des betrieblichen Ablaufs
  • Dokumentation des gesamten Know-hows für Betriebsaufbau und Betriebsführung
  • Umsetzung der Marketingkonzeption
  • intensive Werbung, Verkaufsförderungsmaßnahmen
  • qualifizierte Beratung des Franchise-Nehmers vor Ort
  • Weiterbildung und Schulung des Franchise-Nehmers und ev. dessen Mitarbeiter
  • Qualitätsmanagement des Systems
  • ständige Weiterentwicklung des Systems

Ihr Recht

Dem Franchise-Geber obliegt die Kontrolle des Systems. Er kann jederzeit als Beobachter und Berater auf den wirtschaftlichen Erfolg des Franchise-Nehmers Einfluss nehmen. Als Franchise-Geber haben Sie außerdem das Recht, die Einhaltung der vertraglich festgelegten Grundsätze zu überprüfen und sämtliche

Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Systems zu ergreifen. Und vor allem können Sie für Ihre Leistungen Gebühren vom Franchise-Nehmer verlangen. Die Höhe der Franchise-Gebühren sollte in angemessener Relation zu Ihren Leistungen stehen.

Aus- und Weiterbildung

Die EU-Kommission wie auch der Europäische Verhaltenskodex für Franchising verpflichten den Franchise-Geber, als Bestandteil des Franchise-Pakets, sein in der Praxis erworbenes Know-how dem Franchise-Nehmer zur Verfügung zu stellen. Hierzu zählt das Training des Franchise-Nehmers, das von einer Anfangsschulung über Fortbildungsangebote bis hin zu Fachschulungen und Spezialausbildungen reicht und zu den Dauerverpflichtungen des Franchise-Gebers zählt.

Je umfassender und intensiver die Schulung, desto erfolgreicher ist der Franchise-Nehmer in der Regel. Außerdem steigern Training und Schulungen das Zusammengehörigkeitsgefühl und binden den Partner stärker in das System ein.

Ziel der Schulungen sollte sein, dem Franchise-Nehmer die organisatorischen Abläufe des Betriebs detailliert darzustellen und ihm alle Informationen über das Produkt / die Dienstleistung zu vermitteln. Für erfolgsorientierte Franchise-Systeme ist eine umfassende Schulung der Franchise-Nehmer unabdingbar. Nur wenn der Partner ausreichende Kenntnisse über das System und den Betrieb besitzt und den Umgang mit dem Kunden beherrscht, kann er auch sein Unternehmen entsprechend des Systemkonzepts erfolgreich führen.

Mögliche Tätigkeitsschwerpunkte

  • Betriebswirtschaft
  • Finanzwesen
  • Warenwirtschaft
  • Mitarbeitersuche, -auswahl und -führung
  • Verkauf und Verhalten
  • Waren- und Sortimentskunde
  • Betriebs-/Geschäftsordnungssystem
  • Betriebshandbuch

Der Beirat

Wenn Ihr System eine Größe von ca. 20 Franchise-Nehmern erreicht hat, sollten Sie daran denken einen Beirat zu gründen. Der Beirat besteht neben Mitgliedern der Systemzentrale aus Franchise-Nehmern, die die Interessen und Belange aller Franchise-Partner

vertreten, die offiziell von den Partnern gewählt oder bestimmt werden. Besonders in Krisensituationen ist seine beratende, schlichtende und mitbestimmende Funktion von großem Nutzen.

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